Nala Lotte Geierlay Hängeseilbrücke
Deutschland,  Reisen mit Hund

Spontanausflug zur Geierlay Hängeseilbrücke

Am Wochenende hat uns mal wieder all unsere Spontanität gepackt. Und man muss sagen: unser Ausflug am Samstag war ein bisschen verrückt, aber nur wenn man Ungeplantes tut, hat man auch immer viel zu erzählen – oder?

Unsere Wanderroute in Wermelskirchen

Unser ursprünglicher Tagesplan war eine kleine Wanderung in der Nähe von Wuppertal. Da wir ja im Juni wieder nach Norwegen fahren, müssen wir uns, aber auch Lotte, mal wieder ans gemeinsame Wandern gewöhnen. Lotte ist zwar ziemlich fix und lange Spaziergänge mit uns sind kein Problem – aber gemeinsames Wandern ist dann doch noch mal was anderes. Vor allem in Norwegen hat Nala uns gezeigt, dass es auch sehr viel mit Vertrauen zutun hat, zusammen wandern zu gehen.

Zum Start haben wir uns diese schöne Route an der kleinen Dhünntalsperre ausgesucht. Allerdings haben wir uns morgens spontan überlegt, dass wir vielleicht zur Geierlay-Hängeseilbrücke weiterfahren könnten. Sind ja „nur noch“ weitere zwei Stunden Fahrt. ;D Also haben wir die Runde ein bisschen abgekürzt und sind kurzerhand weiter Richtung Süden gefahren.

Die Geierlay Hängeseilbrücke

Wer die Hängeseilbrücke nicht kennt: Geierlay ist eine Fußgängerseilbrücke in Mörsdorf, in der Nähe von Cochem. Sie überquert das Mörsdorfer Bachtal und ist 360m lang.

Wir waren letztes Jahr während unseres Süddeutschland-Trips mit Zelt schon mal da. Damals allerdings mittags, als es nicht nur super warm, sondern auch total überfüllt war. Dieses Mal waren wir bewusst kurz vorm Sonnenuntergang da – und das (oder zum Sonnenaufgang) ist auch der perfekte Moment, um zur Geierlay-Brücke zu spazieren.

Vor allem zu Instagram-Zeiten ist die Geierlay nämlich ein beliebtes Ausflugziel. 😀 Dementsprechend voll ist die Brücke – samt Weg dorthin und dem gesamten Dörfchen. Wo uns letztes Jahr noch vor allem Wandergruppen mit Kindern oder ältere Paare begegnet sind, waren es in diesem Jahr vor allem aufgestylte Jugendliche aller Nationen, auf dem Rückweg vom perfekte Instagram-Spot. 😀 Das war nämlich der große Vorteil unseres eher späten Besuchs: Die großen Massen waren bereits auf dem Rückweg, während wir gerade erst auf dem Weg zur Brücke hin waren. Also: Spät oder früh kommen!

Nala Pia Geierlay Hängeseilbrücke

Der Instagramspot Geierlay

Die Beliebtheit der Geierlay macht sich übrigens auch direkt am Parkplatz bemerkbar. Es gibt mehrere Touristenparkplätze, die man als Startpunkt nutzen kann (und wahrscheinlich auch sollte, Alternativen haben wir zumindest keine gesehen). Diese sind neuerdings mit einer Schranke versehen – ein Parkticket brauchten wir letztes Jahr tatsächlich noch nicht.

Von dem Parkplatz aus kann man aber recht gemütlich zur Brücke spazieren. Am einfachsten ist der Weg quer über ein Feld, alternativ kann man auch noch durch den Wald, wo die Strecke etwas anspruchsvoller ist und mehr einer Wanderung gleicht.

Mit Hund zur Geierlay?

Bei Nala wussten wir ja schon vom letzten Jahr, dass sie absolut keine Angst auf der Brücke hat. Die Geierlay schwankt nämlich schon deutlich – vor allem umso mittiger man kommt. Ich mit meiner Höhenangst kann die Brücke übrigens nicht überqueren. Ein paar Meter drauf geht, aber letztes Jahr habe ich nicht mal die Hälfte der Brücke geschafft.

Lotte ist anfangs auch ganz gemütlich über die Brücke spaziert. Und wir haben uns schon gewundert, denn eigentlich ist Lotte ein absoluter Schisser. Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass sie keinen Meter läuft.

Irgendwann hatte Lotte kurz Zeit, einmal nach unten zu schauen. Und ab da war es vorbei mit der Souveränität. 😀 Laufen war nach wie vor kein Problem, aber kurz auf einer Stelle stehen bleiben war wirklich gruselig. Aber in unserer Nähe hat sie es trotzdem gut gemeistert, wir konnten ihr zum Glück die Sicherheit geben, die sie brauchte. Nach ein bisschen Ausblick genießen und ein paar Bildern am Anfang der Brücke ging es dann auch wieder heimwärts.

Lotte Svenja Geierlay

Die schmale Brücke

Eins unserer Highlights war eine Besucherin, die wir auf der Brücke getroffen haben. Wie man auf den Bildern erahnen kann, ist die Brücke nicht besonders breit. Aber breit genug, um entspannt aneinander vorbeizugehen – auch mit Hund. Wir haben natürlich immer drauf geachtet, die Hunde auf unsere Seite zu holen, damit sie nicht den gesamten Weg versperren. Das hat auch gut geklappt.

Besagte Touristin war allerdings so gar nicht begeistert, dass wir diesen Ausflug mit Hunden unternehmen. Denn als Pia mit Nala an ihr vorbei ging, rief sie recht panisch: „Bitte schnell vorbei, ich bin gegen Tierhaare allergisch!“

Gut zu wissen, denn die Gefahr, dass ein Hundehaar auf sie drauf springt, ist bei einer Breite von 85cm doch recht hoch. Zum Glück hat sie sowohl Nalas als auch Lottes Anwesenheit unbeschadet überstanden – und wir konnten die magische Sonnenuntergangsstimmung weiter genießen.

Alles in allem ist der Sonnenuntergang an der Geierlay wirklich ein absolutes Highlight – ob mit oder ohne Hund. Ein Ausflug, der sich sehr lohnt! 🙂

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