Norwegen

Unsere Reise nach Norwegen – die ersten 800 Kilometer

Heute – beziehungsweise im Grunde schon gestern – ging es endlich los. Vor einem halben Jahr haben wir mit der Planung begonnen, haben die Route erstellt und die Ausrüstung gekauft. Und heute saßen wir tatsächlich auf der Fähre und sind nach Norwegen übergesetzt – irgendwie verrückt!

Von Bielefeld nach Dänemark

Unsere ersten 800 Kilometer haben wir heute Morgen um halb 6 in Bielefeld gestartet. Da ich gebürtig aus Bielefeld komme, haben wir uns überlegt, dass wir dort einen Zwischenstopp einlegen, um nicht noch 150 Kilometer mehr durchfahren zu müssen. Also sind wir bereits gestern Abend nach Bielefeld gefahren und von dort aus nach 4 Stunden Schlaf weiter. Vorbei an Hamburg und Flensburg, über die dänische Grenze und dann etwa 365 Kilometer stumpf geradeaus auf der dänischen Autobahn. Ist jemand von euch schon mal dort gefahren? Wir waren richtig traurig, dass unser Auto keinen Tempomat hat – entweder fährt man 110 oder 130 km/h. Jeder hält sich ans Rechtsfahrgebot, es waren wenig LKWs auf der Strecke, wir sind an genau einer Baustelle vorbeigekommen und sogar der Reißverschlussverkehr klappt. Alles im allen für jemanden, der deutsche Autobahnen und deren Fahrer gewöhnt ist, ziemlich langweilig. Dementsprechend haben sich diese 365 Kilometer, während derer wir genau einmal die Autobahn gewechselt haben (war plötzlich richtig aufregend!) ziemlich eintönig. Umso glücklicher waren wir, als wir endlich am Hafen von Hirtshals angekommen sind. Die Verkehrsführung ist überraschend gut, man wird durch einen Kreisverkehr direkt zum richtigen Ableger (je nach Fähre, mit der man fährt) geführt. Wir sind übrigens mit Fjord Line nach Kristiansand übergesetzt.

Strand von Hirtshals

Generell sind wir heute super schnell durchgekommen und standen nicht im Stau – bis auf einen Kurzen vor der dänischen Grenzkontrolle. Daher konnten wir noch eine Stunde lang den tollen Strand genießen, der direkt am Ableger ist. Dort konnte Nala sich dann auch noch mal austoben, Bälle jagen und ein bisschen schwimmen. Wer mit Hund reist, sollte für den Strand unbedingt Zeit einplanen! 🙂
Pünktlich um 16 Uhr konnten wir einchecken – wichtig: damit euer Hund nach Norwegen (und auch nach Dänemark) einreisen darf, braucht er einen EU-Heimtierausweis, einen registrierten Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und eine Bandwurmbehandlung. Diese muss 24-120 Stunden vor Einreise gegeben und vom Tierarzt durchgeführt und bescheinigt werden.

Überfahrt nach Norwegen

Was uns große Sorge bereitet hat, war das Nala alleine im Auto bleiben musste. Die Fähre ist im unteren Teil schneckenhausartig aufgebaut – man fährt vorne rein, parkt das Auto, sobald das vor einem stehen bleibt, steigt aus und nach zwei Stunden wieder ein, um dann weiterzufahren, als wäre nie was gewesen. Wir hatten das Pech, dass wir genau an einem „Abhang“ zum Stehen kommen mussten – heißt: unser Auto stand schief nach vorne geneigt. Erstmal haben wir etwa 10x kontrolliert, ob die Handbremse wirklich fest sitzt… 😉 Und dann haben wir gehofft, dass Nala die zwei Stunden schlafend (und nicht bellend oder noch schlimmer: kotzend) übersteht, es war nämlich doch ziemlich schaukelig auf der Fähre… Wir hatten Glück, Nala hat wirklich alles toll mitgemacht – sie war tatsächlich ziemlich verpennt, als wir wiedergekommen sind!
Unser erster Abend verlief sehr chaotisch. Nur soviel: es regnet gerade durchgehend und wir haben zunächst keinen Platz zum Campen gefunden. Aber davon in Kürze mehr!

Bis bald aus Norwegen!

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