Norwegen

Stabkirche Borgund und zweite Hütten-Nacht

Von Undredal nach Garen

Heute waren wir eine längere Strecke mit dem Auto unterwegs, denn wir müssen wieder Richtung Süden, um Freitag passend in Kristiansand anzukommen. Zuvor haben wir jedoch noch einen Abstecher zur Stabkirche Borgund bei Lærdal unternommen. Um dort hin zu gelangen, mussten wir durch den Lærdalstunnel. Ganze 24,5 Kilometer ist dieser lang, damit ist er der längste Straßentunnel der Welt! An drei Stellen des Tunnels fährt man in beeindruckende, große Hallen, die blau und grün beleuchtet sind. Diese sollen die Monotonie des Tunnels durchbrechen und einem das Gefühl von Tageslicht geben – klappt ganz gut, die Durchfahrt war auf jeden Fall ein Erlebnis! Nach diesem unendlich langen Tunnel waren wir auch schon fast an unserem Ziel:

Die Stabkirche Borgund

Stabkirchen kommen hauptsächlich in Skandinavien vor, laut VisitNorway ist die in Borgund die Bemerkenswerteste der norwegischen Stabkirchen. Sie wurde erbaut im Jahr 1180 und ist ziemlich gut erhalten. Aussehen tut die kleine Stabkirche wie ein Hexenhäuschen, finden wir zumindest. Oder wie irgendwas, was sich J. R. R. Tolkien ausgedacht hat. Leider kommt man ohne Eintrittskarte nur vor die Kirche und kann sie sich aus etwas Entfernung ansehen. Sogar das Besucherzentrum darf man nur mit Eintrittskarte betreten, sodass wir uns nicht mal einen Kaffee holen konnten. ;D

Also ging es nach einem kurzen Fotostopp weiter.

Stabkirche Borgund
Das kleine Hexenhäuschen

Durch den Nebel über die Berge

Damit wir nicht genau dieselbe Strecke wieder zurückfahren, haben wir uns entschieden, ein Stück weiter durchs Landesinnere zu fahren. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Landschaft verändert, wenn man sich von den Fjorden entfernt. Heute ging es wieder über die Berge. Dort sieht es teilweise wie in einer zerklüfteten Mondlandschaft aus, die übersät ist mit kleinen Seen. Die gesamte Strecke über begleitet wurden wir von einer Nebelwand, die umso dichter wurde, desto höher wir kamen.

Norwegen
Auf dem Weg zum Campingplatz

Auch der Zeltplatz, den wir uns ausgesucht hatten, liegt 750 Meter ue.d.M., sodass es bei unserer Ankunft entsprechend kalt und nebelig war. Kurzerhand haben wir auf dem Parkplatz von Garen Camping entschieden, dass wir heute lieber in einer Hütte schlafen, bevor wir die gesamte Nacht frieren. Gesagt, getan. Für die kleinste Hütte bezahlen wir nun 550 Kronen (ca. 55 Euro), preislich liegt sie damit sogar unter der letzten Hütte. Und dabei ist sie um ein Vielfaches schöner! Der Zeltplatz generell macht auch einen sehr guten Eindruck, die Sanitäranlagen sind sauber und wir konnten die Waschmaschine nutzen, um gefühlt alles zu waschen. Es gibt sogar eine kleine Feuerstelle, ein überdimensionales Schachbrett und ein Aufenthaltshäuschen mit Sauna und TV-Raum. Außerdem ist der Campingplatz schön gelegen und bietet auch für Zelte tolle Aufbaumöglichkeiten direkt am Wasser – bei schönem Wetter sicher ein Traum! In der Nähe befindet sich außerdem der bekannte Wasserfall Vøringfossen. Ob wir es morgen noch dorthin schaffen ist fraglich, aber vielleicht beim nächsten Norwegen-Urlaub! 🙂

Garen Camping Hütte
Unsere kleine Hütte

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