Norwegen

Mit der Fähre zum Preikestolen

Heute geht es früh ins Bett, denn morgen wollen wir wieder wandern. Dieses Mal geht es auf den Preikestolen, eine Felsplattform mit weitem Blick über den Lysefjord. Damit wir dem Touristenstrom möglichst entgehen, wollen wir schon früh starten – hoffentlich kommen nicht alle anderen auch auf diese Idee ;D Damit wir morgen loswandern können, mussten wir heute aber wieder ordentlich Strecke mit dem Auto hinter uns bringen. Unser eigentlicher Plan war nämlich, Mittwoch wandern zu gehen – aber: Da spielt Deutschland, schon um 16 Uhr, das geht nicht!

Von Tunneln und Fähren

Also saßen wir heute eine laaaange Zeit im Auto und haben zwischendurch nur kurz gestoppt, um den Ausblick zu genießen oder kurz Essen einzukaufen. Dennoch hatten wir wieder einen atemberaubenden Weg, dieses Mal sogar bei strahlendem Sonnenschein. Norwegen ist einfach so unfassbar schön, wir kommen immer wieder ins Staunen. Heute hat das Wasser richtig geglitzert und der Himmel war wolkenfrei und hellblau. Neben der Landschaft zählte ein Tunnel, den wir durchquert haben, zu unseren Highlights. Innerhalb des Tunnels gibt es mehrere Kreisverkehre, die jeweils in andere Tunnelabzweige führen und die futuristisch gestaltet sind. Unfassbar, was für eine Arbeit diese ganzen norwegischen Tunnel gewesen sein müssen. Und sehen lassen können sie sich auch noch:

Kreisverkehr im Tunnel
Beleuchteter Kreisverkehr im Tunnel

Außerdem sind wir heute das erste Mal mit einer Fähre innerhalb von Norwegen übergesetzt. Die meisten Strecken führen über Brücken oder durch besagte Tunnel, manche Streckenabschnitte muss man jedoch mit der Fähre fahren. Um zum Preikestolen zu kommen, war dies der Fall. Also sind wir heute innerhalb von 15 Minuten von Nesvik nach Hjelmeland übergesetzt, gekostet hat die Fähre auf der Strecke 116 Kronen (ca. 13 Euro).

Preikestolen Campingplatz

Unser Ziel war der Preikestolen Campingplatz, der ganz in der Nähe zum Start der Wanderung gelegen ist. Da es nicht nur der nächstgelegene Campingplatz zum Wanderparkplatz (dieser ist nur 4 km entfernt), sondern auch der einzige in näherer Umgebung ist, ist er natürlich komplett überfüllt. Zum ersten Mal fühlt es sich auf einem Platz ein bisschen wie im Landschulheim an, weil überall so viele Menschen sind. Dafür sind die Sanitäranlagen top, das W-Lan mal wieder nicht. Für die eine Nacht bezahlen wir 280 Kronen (200 Kronen für das Zelt, jeweils 40 Kronen pro Person). Das ist übrigens auch der erste Campingplatz, bei dem Kosten pro Person entstehen. Bisher haben wir nur pro Zelt/Auto bezahlt. Im Preis enthalten sind die Duschen, also konnten wir heute ohne zeitliche Begrenzung das heiße Wasser genießen. Jetzt liegen wir im Zelt, eingequetscht zwischen anderen Touristen. Der schönste Campingplatz ist das hier also nicht, aber für unseren Zweck reicht es.

Mit der Fähre zum Preikestolen

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