Norwegen

Die Wasserfälle in Husedalen

Heute ging es auf eine zweite Wanderung, und das, obwohl die erste so anstrengend war und der Muskelkater nach wie vor vorhanden ist – aber: Augen zu und durch! Entschieden haben wir uns für die Wasserfälle in Husedalen – vier sind es, die man innerhalb von 5-6 Stunden abwandern kann. Um gleich die Spannung herauszunehmen: Wir sind nicht alle vier gelaufen, heute haben uns zwei gereicht.

Auf zum Nyastølsfossen

Ganz in der Nähe der Wasserfälle gibt es einen Wanderparkplatz, an dem auch wir geparkt haben. Von unserem Campingplatz aus liegt dieser etwa 10 Minuten entfernt. Theoretisch kann man also auch diesen Part aus Kinsarvik schon laufen – aber das haben wir uns gespart. Der erste Wasserfall liegt nicht weit entfernt vom Parkplatz. Über einen Schotterweg, der landschaftlich zwar nicht so berauschend, dafür aber entspannt zu laufen ist, gelangt man zum Tveitafossen. Der Tveitafossen ist bereits ganz hübsch anzuschauen, allerdings ist er durch einen Zaun abgesperrt, sodass der Ausblick einen nicht so ganz vom Hocker haut. Also ging es weiter zum Zweiten – natürlich wieder steil bergauf. Dieses Mal nicht durch einen Wald, sondern Felsbrocken entlang. Also wieder eine echte Kletterpartie – aber wir waren ja schon abgehärtet, also kam es uns irgendwie entspannter vor… Vom Tveitafossen braucht man ungefähr eine Stunde bis zum Nyastølsfossen, zum dritten und vierten Wasserfall ist es jeweils etwa eine weitere Stunde. Das Schöne bisher ist, dass uns selbst an touristischen „Attraktionen“ stets wenig andere Menschen begegnen. Der Wanderparkplatz beispielsweise war komplett vollgeparkt, dennoch haben sich alle auf der Strecke so gut verteilt, dass wir auf unserem Weg nur sehr wenig anderen Wanderern begegnet sind. Man kann die Natur hier also wirklich genießen, ohne das Gefühl zu haben, dass man sich nur durch Touri-Massen durchschieben muss. Angekommen am zweiten Wasserfall waren wir dann übrigens wirklich wieder total begeistert. Hier in Norwegen fließen zwar überall Wasserfälle die Berge herunter, aber diesem kommt man doch recht nahe und es gibt eine perfekte Stelle, um Fotos zu machen, aber auch, um den Anblick zu genießen.

Kann man überhaupt etwas sehen?

Auf dem Weg herunter haben wir übrigens zwei deutsche Frauen getroffen, die ganz verzweifelt gefragt haben, ob sich der Weg überhaupt lohnt, ob man den Wasserfall denn sehen könne. Denen ging es in etwa so wie uns vorgestern, als wir uns gefragt haben, ob das Ziel irgendwann noch auftaucht. Leider kam uns da keiner entgegen, den wir hätten fragen können, ob wir nicht lieber umdrehen sollen… Aber den beiden Frauen konnten wir wenigstens Mut machen, ihrem Ziel waren sie nämlich schon ganz nah. Zum dritten und vierten Wasserfall sind die beiden aber bestimmt auch nicht gelaufen.. ;D

Weiter nach Undredal

Wieder unten angekommen haben wir uns zur Feier des Tages mal richtig was gegönnt: zwei frische Salate, zwei Muffins und zwei Eiskaffee aus dem nächsten Supermarkt. Fragt lieber nicht, was wir dafür ausgegeben haben. Aber es ist schließlich Urlaub… Eine Followerin hat uns übrigens verraten, welche Supermärkte wohl am günstigsten sind: Rema1000 und Coop Extra. Aber die muss man ja auch erstmal finden – wir werden unsere Augen mal offen halten.

Im Anschluss an unsere Shoppingtour ging es weiter hoch Richtung Norden. Aktuell sind wir in Undredal, an einem kleinen süßen Campingplatz, direkt am Wasser gelegen, dafür mit wahnsinnig schlechtem W-Lan… Wahrscheinlich haben wir mit Undredal nun auch den nördlichsten Punkt erreicht, aber mal sehen, bisher haben wir von Tag zu Tag geplant. In genau einer Woche gehts wieder zurück nach Deutschland, wohin es uns bis dahin noch verschlägt, wird sich zeigen. 🙂

Von Kinsarvik nach Undredal

3 Comments

  • Anne Flick

    Sieht echt super aus und hört sich genauso toll an! Glaubt ihr, dass so eine Wanderung nur bei gutem Wetter möglich ist bzw. es zu rutschig ist, wenn es regnet?
    Habt noch eine wunderschöne Woche!
    Lg

  • Anne Flick

    Sieht echt super aus und hört sich genauso toll an! Glaubt ihr, dass so eine Wanderung nur bei gutem Wetter möglich ist bzw. es zu rutschig ist, wenn es regnet?
    Habt noch eine wunderschöne Woche!
    Lg

    • svenja

      Hallo Anne! Also bis zu dem ersten Wasserfall kommt man auch bei Regen. Die weitere Wanderung wäre mir persönlich bei Regen zu gefährlich, da man auf den Steinen, die man hoch muss, schnell ausrutschen kann. Wenn man bei Regen hoch möchte, dann m.M.n. nur, wenn man öfter wandern geht und eine gute Ausrüstung (vielleicht sogar mit Wanderstöcken) hat.
      Dankeschön & Liebe Grüße 🙂
      Svenja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.