Hund mit Tasse
Norwegen

Die Flucht vorm Wildcampen im Zelt – Von Lysebotn nach Odda

Was für eine Nacht.. Wie bereits berichtet, haben wir uns gestern fürs Wildcampen im Zelt entschieden. An einem wirklich wunderschönen Ort, an einem See gelegen, zwischen Bergen und vor allem: Ein Ort, an dem schon mehrere Camper übernachtet haben. Aber scheinbar hatten wir Pech und haben eine wirklich schreckliche Nacht erwischt.

Pech beim Wildcampen im Zelt

Es hat so stark geregnet, aber noch schlimmer war der Wind, der über unser Zelt hinweggefegt ist. Das Zelt wurde so stark eingedrückt und durchgewirbelt, dass ich richtig Angst hatte, dass es am nächsten Tag komplett hinüber ist. Aber: Respekt an unser Decathlon-Zelt – es hat gehalten und alles gut überstanden, es ist sogar komplett dicht geblieben! Dennoch haben wir um halb Vier entschieden, dass wir schnellstmöglich weg wollen, aus dem einfachen Grund, dass wir beide kein bisschen schlafen konnten. Es war einfach laut, ungemütlich und tatsächlich auch ein bisschen gruselig mit den starken Windböen. Zum Glück ist es in Norwegen schon vor Sonnenaufgang sehr hell, sodass wir um vier Uhr unsere Sachen gepackt haben. In der Zeit war es sogar kurz trocken, so sind zumindest wir nicht komplett nass geworden. Das war auch die beste Entscheidung. Denn beim Abbauen haben wir gesehen, dass der See, von dem wir deutlich entfernt standen, durch den Starkregen angestiegen ist. Um uns waren schon ziemliche Pfützen, unter uns hat sich das Wasser ebenfalls gesammelt. Um halb Fünf hatten wir alles im Auto und sind losgefahren.

Nala im Zelt - Wildcampen

Mitten in der Nacht nach Odda

Am Abend vorher hatten wir uns dafür entschieden, nach Odda zu fahren und dorthin hat uns unser Weg dann auch geführt. Bis etwa acht Uhr sind wir auf der Straße gewesen, dann ging es vor lauter Müdigkeit (wir hatten beide etwa 2 Stunden geschlafen) nicht mehr und wir haben am Rastplatz ein wenig Schlaf im Auto nachgeholt. Bequem und erholsam geht anders. Mit Nickerchen und Kaffeepause sind wir um 13 Uhr in Odda angekommen, haben den nächstbesten Supermarkt aufgesucht und Kleinigkeiten eingekauft. Für insgesamt neun Artikel (Brot, Salami, Käse, Butter, 2x Wasser, Schokolade, Schokobrötchen, Mini-Muffins) haben wir 30 Euro gezahlt – teure Angelegenheit, das Leben in Norwegen.

Campingplatz Bobilcamp – Odda

Schon bei unserer Abfahrt um halb Fünf hatten wir entschieden, dass wir die heutige Nacht gerne in einer Hütte verbringen wollen. Diese sind – genauso wie die Campingplätze – ziemlich teuer. Aber diesen Luxus mussten wir uns nach der vergangenen Nacht einfach gönnen. Also sind wir ein paar Plätze abgefahren, haben vor Ort und im Internet Preise verglichen und uns letztlich für eine Hütte in der Nähe von Odda entschieden. Nur damit ihr eine Vorstellung habt: Direkt in Odda hätte eine Hütte für vier Personen für eine Nacht 1600 Kronen gekostet, das entspricht aktuell etwa 170€! Und für den Hund hätte man sogar noch draufgezahlt. Auch die, in der wir jetzt sind, ist nach wie vor echt teuer. Wir zahlen für eine Nacht 690 Kronen (70 Euro), dafür sind Hund, Strom und W-Lan aber inklusive. Die Hütte ist echt Oldschool – wir haben Etagenbetten; in sowas habe ich seit meiner Schullandheim-Zeit nicht mehr geschlafen, und die ist echt lange her… Eine kleine Küche mit Herdplatte, Spüle, Grundausstattung an Geschirr, Tisch und zwei Stühlen sind auch noch drin. Toiletten und Duschen sind vollkommen okay, aber separat. Wenn wir uns noch mal eine Hütte nehmen, wollen wir auf jeden Fall noch eine günstigere suchen. Wir vermuten, dass Hütten, die nicht direkt zu Campingplätzen gehören, etwas günstiger sind. Heute waren wir aber zu müde, um weiterzusuchen.

Um uns von unserer Nacht zu erholen, haben wir einen richtig faulen Tag eingelegt. Wir haben mittags lange geschlafen, das W-Lan dafür genutzt, Fußball zu gucken, unser Geschirr mal richtig gespült und Wäsche an der Heizung getrocknet. Gleich wird dann auch wieder das Licht ausgeknipst, morgen wollen wir endlich mal eine Wanderung unternehmen. Drückt uns die Daumen, dass das Wetter einigermaßen mitspielt!

 

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