Österreich und Südtirol mit Hunden
Italien,  Österreich

Roadtrip nach Österreich und Südtirol mit Hunden

Unsere beiden Roadtrips mit Vierbeinern haben uns bisher immer in den Norden, genauer nach Norwegen geführt. Ein bisschen Abwechslung muss sein – also heißt es dieses Mal: Ab in den Süden nach Österreich und Südtirol mit Hunden!

Unsere Reiseroute

Nach unserem letzten Urlaub in Norwegen haben wir uns für den September-Urlaub vorgenommen, ein paar ganz entspannte Tage am Meer in Holland zu verbringen. Allerdings wurden wir dann so angefixt von ein paar tollen Instagram-Accounts, dass wir den Plan umgeschmissen und einen Roadtrip nach Österreich und Südtirol mit Hunden durchdacht haben.

Wir sind ja bereits mit Auto, Zelt und Hund sowie mit gemietetem Camper und Hunden unterwegs gewesen. Dieses Mal haben wir uns entschieden, mit unserem eigenen Auto zu fahren und in drei unterschiedlichen Airbnbs Einkehr zu finden.

Zuerst geht es für uns runter in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Schon im Mai haben wir uns dort ein paar tolle Ziele ausgesucht. Allerdings lag unsere Unterkunft zu weit entfernt, daher nutzen wir jetzt die Chance und holen das nach. Unsere Unterkunft liegt kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Höfen.

Nach ein paar Tagen in Bayern und Tirol geht es für uns weiter über die Grenze nach Italien. Dort liegt unsere Unterkunft in Rio di Pusteria in Südtirol, der nördlichsten Provinz Italiens. Unser letzter Stopp ist Obertraun im oberösterreichischen Salzkammergut.

Was wir an den unterschiedlichen Stationen erleben, davon berichten wir euch natürlich noch mal gesondert. 🙂 Fest steht: Auch in diesem Urlaub werden wir wieder wandern. Das heißt, dass es dieses Jahr bereits unser dritter Urlaub mit Wanderungen ist. Verrückt, oder? 😀

Maut in Österreich und Italien

Da wir wieder viel mit dem Auto unterwegs sein werden, ist das Thema Maut natürlich nicht irrelevant. Sowohl in Österreich als auch in Italien zahlt man Maut. In Österreich ist das Autobahn- und Schnellstraßennetz bis auf wenige Ausnahmen gebührenpflichtig, in Italien die meisten Autobahnen.

Für Österreich kann man sich bei ADAC eine Vignette in digitaler Form oder als klassische Klebevignette besorgen. Wer mit einem normalen PKW fährt, zahlt für 10 Tage 9,20€. Wir sind insgesamt 11 Tage unterwegs und haben daher zwei 10-Tages-Vignetten besorgt.

In Italien zahlt man die Maut an Maut-Stationen. Mautpflichtige Straßen sind dabei mit einem grünen Schild markiert, mautfreie mit einem blauen. Die Maut in Italien kann man bar oder mit Karte direkt an den Stationen zahlen.

Mittelmeerkrankheiten bei Hunden

Natürlich geht die Sicherheit unserer Hunde immer vor. Daher gilt es vor jedem Urlaub auch, sich über mögliche Krankheiten und über empfohlene Impfungen zu informieren. Bei einer Reise Richtung Süden (auch wenn wir noch relativ weit nördlich in den Ländern sind) spielen dabei natürlich die Mittelmeerkrankheiten eine Rolle. Zu den Mittelmeerkrankheiten zählen Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose und Dirofilariose (Herzwürmer). Alle der Krankheiten werden entweder durch Zecken, Stech- oder Sandmücken übertragen. Daher gilt es natürlich, die Vierbeiner zu schützen.

Während wir normalerweise beispielsweise bei Zecken auf natürlichen Schutz setzen, war das für diesen Urlaub keine Option. Wir werden zwar auch zusätzlich unser Antizecken-Spray von Lila loves it nutzen, aber dieses Mal haben wir auch wieder zur Chemie gegriffen. In Rücksprache mit unserer Tierärztin bekommen Nala und Lotte Advantix, jeweils kurz vor dem Urlaub und nach dem Urlaub ins Fell. Advantix hilft gegen Flohlarven, Flöhe und Zecken, sowie Mücken, Sandfliegen/Sandmücken und Stallfliegen. Wenn ihr eine Reise mit Hund in den Süden plant, dann sprecht am besten mit eurem Tierarzt.

Leishmaniose bei Hunden

Leishmaniose ist die bekannteste Mittelmeerkrankheit. Es handelt sich um eine durch Sandmücken übertragene Infektionskrankheit. Das Risiko einer Infektion ist in Südfrankreich, Spanien, Portugal, Italien, Kroatien, Griechenland und der Türkei höher als in kälteren Regionen. Durch den Klimawandel geht man allerdings davon aus, dass sich die Sandmücke auch immer weiter Richtung Norden ausbreitet. Auch in Österreich wurden mittlerweile bereits Sandmücken entdeckt.

Zwar haben uns die Mittelmeerkrankheiten erstmal abgeschreckt. Allerdings kann man seinen Hund (und auch sich selbst) niemals vor allem schützen, außer man sperrt sich vielleicht immer zuhause ein. 😀 Auch hier in Deutschland werden Krankheiten – beispielsweise durch Zecken – übertragen. Auch im Norden gibt es sicher Gefahren, derer wir uns nicht bewusst waren. Daher reisen wir dennoch Richtung Süden und werden unseren Urlaub in vollsten Zügen genießen.

Allerdings haben wir die beiden natürlich so gut es uns möglich war geschützt. Zum einen – wie bereits erwähnt – werden Nala und Lotte mit Advantix vor und nach der Reise behandelt. Zum anderen haben wir Nala und Lotte impfen lassen. Die Impfung verhindert dabei nicht, dass der Hund sich mit Leishmaniose infiziert. Allerdings senkt sie das Risiko, dass die Krankheit ausbricht. Denn nicht jeder infizierte Hund erkrankt auch an Leishmaniose. Geimpft wird einmalig, die Immunität besteht nach 28 Tagen und hält ein Jahr.

Da Sandmücken vorrangig nachtaktiv sind und bevorzugt in Ruhe stechen, wenn der Hund oder der Mensch schläft, werden wir zusätzlich darauf achten, die Fenster geschlossen zu halten, um die Mücken nicht noch durch Licht anzulocken. 🙂

Wir sind auf jeden Fall bereit für unsere nächste Reise und freuen uns schon auf all die neuen Erfahrungen, die wir machen werden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.