Deutschland,  Unterkunft mit Hund

Eine Woche in Oberstdorf

Oberstdorf liegt im Süden Bayerns an den Allgäuer Alpen. Die tolle Landschaft lädt ein zum Wandern und Erholen – auch mit Hund. Eine Woche ging es mit Sack und Pack in den Süden Deutschlands.

Wir haben unsere Ferienwohnung direkt über www.oberstdorf.de gefunden, oft ist die Nutzung der Bergbahnen dann in der Pauschale enthalten. Bei uns waren folgende Bergbahnen inklusive:

Direkt nach unserer Ankunft sind wir losgezogen, zum Einstieg wollten wir eine kleine Runde drehen. Daher haben wir uns entschieden, in der Nähe zu bleiben und einen Spaziergang zum Kühberg zu unternehmen. Der Anfang war etwas steiler als gedacht, wir sind vorbei an der Skischanze zur Bergwiese voller Kühen gelaufen. Nachdem wir die ersten 100 Höhenmeter überstanden haben, konnten wir uns schon über einen wunderschönen Ausblick freuen. Weiter ging die Runde einen schönen Fluss entlang und zurück zur Wohnung. Für den Anfang war die kleine Wanderung absolut okay und ein toller Einstieg.

IMG_7118Am zweiten Tag ging es hoch hinaus! 2.039 Höhenmeter hoch auf den Fellhorn – los ging es mit der Seilbahn. Immer dran denken: Hunde brauchen einen Maulkorb, wenn sie Seilbahn fahren wollen. Da Nalas kleine Mopsschnute nicht in einen Maulkorb passt, haben wir improvisiert und einen verstärkten Strick genommen, um den Schnute zuzuschnüren. Toll gefunden hat sie das nicht, aber wir haben vorher auch nur kaum geübt. Für die zehn Minuten der Auffahrt war es aber völlig okay und schnell geschafft.

Vor allem, weil bei Ankunft direkt Schnee auf uns gewartet hat – für den Mops war es ungefähr wie im Himmel, denn Nala liebt Schnee und bei uns gibt es viel zu selten so schönen. Los ging’s immer weiter nach oben. Nala wurde zur Sicherheit an der Schleppleine festgemacht – die Wege sind relativ eng und der Mops ist einfach angstfrei, immer überall hoch- und runterklettern ist ein Muss. Dadurch, dass alles super ausgeschildert ist, ist es gar kein Problem den Wegen zu folgen. Immer voran: der kleine Hund, dem die Höhenluft scheinbar gar nichts ausmachte… uns schon… Aber Nala hat uns erfolgreich mitgezogen. Zum Schluss der Wandertour kamen wir an dem schönen Schlappoldsee an, bevor es wieder zurückging. Insgesamt waren wir etwa zwei Stunden unterwegs, die sich wirklich gelohnt haben!

IMG_7145Der dritte und vierte Tag waren etwas entspannter. Eine kleine Rundwanderung am Breitachklamm. Auch hier war die Aussicht klasse. Allerdings waren die Wege so eng, dass Nala an der Leine bleiben musste – und das gefällt dem Mops gar nicht! Aber die Schluchten waren toll anzuschauen, ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall. Nach dem ganzen Rumgewandere mussten wir erstmal einen Tag entspannen und sind daher am vierten Tag hauptsächlich durch Oberstdorf spaziert. Ein bisschen shoppen und gemütlich kochen müssen sich die Zweibeiner ja auch mal erlauben dürfen. Und immerhin mussten wir ordentlich Kraft tanken für den fünften Tag, denn jetzt sollte die größte und schwerste Wanderung folgen: Hoch aufs Rubihorn, 1957 Meter hoch und Teil der so genannten Daumengruppe. Natürlich hatte der Hund keine Probleme, aber für die nur halbwegs trainierten Zweibeiner war es dann doch anstrengend. Aber von Anfang an:

IMG_7243Um neun Uhr ging es los mit der Seilbahn zur Mittelstation, von dort aus wurde gewandert. Während wir echt an unsere Grenzen gekommen sind, ist Nala vor und zurück geflitzt wie ein kleiner Hase. Wir waren ihr eindeutig zu langsam… Aber bereits die Hälfte des Weges hat sich gelohnt, die Aussicht war super! Natürlich ging es weiter hoch, teilweise nur noch über Tritte in den Steinwänden. Für die kleine Bergziege waren selbst die Tritte überflüssig. Ein echter Wanderhund halt. Insgesamt haben wir drei Stunden gebraucht, nach einer kleinen Pause ging es an den Abstieg, der zwar deutlich leichter, aber auch langweiliger war. Aber wer hoch klettert, muss schließlich auch wieder runter. Unser Weg führte uns zum unteren Gaisalpsee, zu diesem Zeitpunkt hatten wir von 14 Kilometern fünf geschafft – also mussten wir nach einer kurzen Pause am See weiter. Einen weiteren Stop haben wir im Berggasthof Gaisalpe eingelegt, dort gab es leckeren Apfelstrudel und Kaiserschmarrn – alles selbst gemacht und super lecker. Also nur zu empfehlen! Gestärkt ging es wieder zurück nach Oberstdorf. Wir waren fix und fertig, nur Nala hätte noch ne Runde joggen gehen können. Aber es ging schnell ins Bett, ein traumhafter Tag!

Am vorletzten Tag mussten wir uns von dieser großen Tour erst mal erholen. Also haben wir Bergfahrten zur Kanzelwand und zum Nebelhorn unternommen und entspannt die Aussicht genossen, bevor es dann einen Tag später wieder ins Ruhrgebiet zurückging. Alles in allem ein Urlaub mit vielen tollen Touren und Wanderungen, den man nur empfehlen kann!

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