Happy Birthday Lotte
Shiba Inu

Happy Birthday Lotte!

Am 27. Juli 2019 war es soweit – unsere kleine Lotte ist bereits ein Jahr alt geworden! 🙂 Wie schnell die Zeit doch vergangen ist – auf einmal ist unser kleines Plüsch eine richtige junge Dame. Zeit, einen Blick auf unsere gemeinsame Zeit zu werfen. Happy Birthday Lotte!

Das Positive im Blick

Worüber wir immer wieder lachen müssen

Auch, wenn wir ständig irgendwas vor Lotte retten müssen – egal ob Schuhe, Bürste oder Papiermüll.. Lotte bei ihren Streifzügen zu beobachten, ist immer wieder lustig. Ganz unschuldig läuft sie durchs Zimmer und schnappt unauffällig beispielsweise nach zum Trocknen aufgehängter Wäsche. Genauso leise wie eine Katze holt sich Lotte einen unserer Schuhe, um auf den Schnürsenkeln herum zu kauen. Sie ist einfach eine Meisterin im Quatsch machen und bringt uns damit immer wieder zum Schmunzeln. Zum Glück hat sie bisher noch nichts so richtig kaputt gemacht – abgesehen von den Bissspuren in unserer Fernbedienung. 😀

Was Lotte besser kann als Nala

Es gibt vor allem zwei Dinge, die bei Lotte viel besser laufen als bei Nala. Zum einen ist es das zur Ruhe kommen, zum anderen das Alleine bleiben.

Lotte konnte von Anfang an super gut zur Ruhe kommen – auch in fremder Umgebung wie im Restaurant oder ähnlichem. Lotte legt sich einfach überall problemlos ab und döst entspannt vor sich hin. Nala hingegen muss ständig alles beobachten und muss schon richtig müde sein, um sich in fremder, wuseliger Umgebung abzulegen.

Auch das Alleine bleiben macht Lotte super gut. Dadurch, dass wir Lotte von Anfang an ihre Box gewöhnt haben, verbindet sie den Ort nach wie vor mit Sicherheit und Ruhe. Von daher hat sie gar kein Problem damit, auch mal längere Zeit in ihrer Box zu bleiben, während wir unterwegs sind. Mit unserer Furbo können wir es ja beobachten. Innerhalb von wenigen Minuten liegt Lotte und schläft. Wenn wir wieder da sind, ist die Freude natürlich riesig. 🙂

Unser schönstes gemeinsames Erlebnis

Auch wenn wir immer wieder tolle gemeinsame Erlebnisse hatten, gehört der Norwegen-Urlaub auf jeden Fall zu den Besten! Das gemeinsame Wandern und das Leben zu viert im Camper haben uns noch enger zusammen gebracht und auch die Bindung zu Lotte noch mal verstärkt. Wir freuen uns schon auf jeden weiteren Urlaub zu viert.

Happy Birthday Lotte

Was schon viel besser läuft:

Geduld ist eine Tugend

Lotte ist von Anfang an total ungeduldig gewesen. Einfach nur rumsitzen und warten? Langweilig. Lange schlafen? Braucht keiner. Immer die Welt entdecken, nie still halten. Lotte irgendwo absetzen und erwarten, dass sie genau dort sitzen bleibt? Das war anfangs unmöglich. Doch mit der Zeit ist Lotte viel zuverlässiger geworden. Mittlerweile bleibt sie brav sitzen – nicht immer ewig, aber meist doch immer solange, bis sie aufgelöst wird.

Und auch morgens ist sie vor allem seit unserer Zeit in Norwegen viel entspannter. Früher ist Lotte um Punkt 8 morgens aufgesprungen und wenn es nicht sofort Action gab, wurde gemeckert bis zum verrückt werden. Mittlerweile bleibt sie am Wochenende gerne auch mal länger liegen. Und sogar wenn Pia und ich aufstehen, kann Lotte noch entspannt im Bett bleiben.

Rückruf für Anfänger

Unsere größte Baustelle ist nach wie vor der Rückruf. Der Shiba Inu hat einen ausgeprägten Jagdtrieb – und das merkt man auch. Von Anfang an war es schwierig, Lotte mit Futter oder Spielzeug zu motivieren, lieber zu uns zu kommen, statt die Welt zu erkunden. Lotte ist sehr selbstständig und meint, sie kommt auch gut alleine klar. Aber: Es ist schon viel viel besser geworden.

Lange Zeit war Lotte draußen immer in einem extrem hohen Energielevel. Ihr erster Trieb, wenn die Leine ab war, war genug Abstand zu uns zu halten, damit wir sie nicht wieder festmachen können. Auch die Leine wieder am Halsband zu befestigen war für Lotte immer ein Spiel. Das ist mittlerweile komplett anders. Wir haben sehr viel an der Bindung zu uns gearbeitet, auch bewusst mit der Leine, damit Lotte sich auf uns verlässt, statt auf sich selbst. Der Rückruf klappt noch nicht perfekt. Aber es ist viel viel besser.

In Norwegen hat sich mitten auf einem Berg voller Wildtiere Lottes Leine – warum auch immer – aus ihrem Geschirr gelöst. Lotte ist ein paar Meter vor gelaufen und hat auch ganz genau gemerkt, dass sie keine Leine mehr dran hat. Früher wäre sie erstmal weggewesen – ab zu den Tieren und in die Natur. Sie wäre zwar zurück gekommen, aber erst dann, wenn sie es für richtig gehalten hätte. Stattdessen habe ich Lotte ruhig gerufen und Leckerlies rausgeholt. Lotte ist stehen geblieben, hat sich nach uns umgeschaut und kam ohne Probleme zurück. Situationen wie diese zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und wenn wir immer weiter dran bleiben, wird auch der Rückruf irgendwann zuverlässig funktionieren. 🙂

Das Problem mit der Angst

Lotte war von Anfang an ein richtiger Angsthase. Anfangs mussten wir einen riesigen Bogen um unbekannte Menschen, große Fahrzeuge oder sonstigen Lärm laufen, weil Lotte sonst keinen Schritt mehr weiter wollte.

Kurz nach unserem Umzug mussten wir mit Lotte an einer Grundschule vorbei. Genau in diesem Moment sind leider unzählige Kinder auf Skateboards und Fahrrädern lautstark direkt neben Lotte hergefahren. Seitdem waren beispielsweise Kinder ein riesiges Problem.

Mit der Angst verbunden ist leider auch, dass Lotte relativ viel bellt, sobald ihr etwas merkwürdig vorkommt. Aber zum Glück konnten wir Lottes Selbstbewusstsein schon deutlich stärken. Sie ist mittlerweile viel gefestigter. Wenn ihr etwas nicht geheuer ist, macht sie draußen einen Bogen drum herum – aber sie bleibt nicht mehr wie angewurzelt stehen und kläfft irgendetwas an.

Das größte Bellproblem hat Lotte aktuell leider noch in der Wohnung, beispielsweise wenn Leute am geöffneten Fenster vorbei laufen oder sie vom Balkon aus unsere Nachbarn im Garten entdeckt. Diese Wachhund-Mentalität versuchen wir, ihr wieder abzutrainieren. Bisher haben wir noch nicht das perfekte Heilmittel gefunden, aber wir arbeiten dran. 🙂

Auf die nächsten gemeinsamen Jahre

Im Alltag vergisst man ja oft mal, sich daran zu erinnern, was alles schon richtig gut läuft. Stattdessen ärgert man sich über das, was eben noch nicht 100% optimal ist. Schnell vergleicht man sich mit anderen Hundehaltern oder auch den Zweithund mit dem Ersten. Lotte hat sich in dem Jahr richtig toll entwickelt. Sie ist ein schlauer und aufgeweckter Hund, der natürlich aber noch seine Baustellen hat. Aber auch bei Nala war mit einem Jahr noch nicht alles perfekt, das vergisst man oft, wenn man nur den „Jetzt-Zustand“ miteinander vergleicht. Also: Auf weitere tolle, lehrreiche Jahre mit unserem kleinen Fuchs.

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