Nala im Office
Leben mit Hund

Office-Dog in Ausbildung

In PR-Agenturen gibt es auch Office-Hunde. Wer kennt es nicht, dieses Klischee. Bis Ende Mai habe ich in einer Agentur in Köln gearbeitet und dort war man Hunden gegenüber nicht so positiv gestimmt. Es herrschte die „No-Dog Policy“. Und selbst wenn ich Nala hätte mitnehmen dürfen, hätte ich ihr die Fahrt von Bochum nach Köln gar nicht antun wollen. Im Juni habe ich allerdings meinen Job gewechselt und habe jetzt das Glück, dass man das Thema Office-Dog offener angeht. Es gibt bereits einen Bürohund, der sogar schon als Welpe mit in der kleinen Marketing-Agentur war. Dieser ist jetzt aber nur noch freitags im Büro – also: Bühne frei für Nala!

Nala im Büro

Der erste Tag als Office-Dog

Da Pia als Krankenschwester arbeitet, war Nala vorher noch nie regelmäßig mit in einem Büro. Dementsprechend aufregend war natürlich der erste Tag. Tatsächlich hatte ich auch ein bisschen Bammel, immerhin bin ich auch ganz neu da – da will man schließlich nicht, dass der eigene Hund einen direkt blamiert. ;D Bewaffnet mit Hundekörbchen, Leine, Kausnacks, Leckerlies und Trinknapf ging es also los. Erste Amtshandlung: Alle Kollegen einmal anspringen, um ihnen so ewige Freundschaft anzubieten. Zum Glück ist Nala süß, da hat es dann jeder (mit Freude) über sich ergehen lassen.

Die ersten paar Stunden ist Nala gar nicht zur Ruhe gekommen, zwischenzeitlich habe ich sie sogar mit der Leine an meinem Tisch festgemacht, damit sie in ihrem Körbchen liegen bleibt. Ständig ist sie los getigert, sobald sich jemand bewegt hat oder noch schlimmer: Es gewagt hat aufzustehen. Nach der „Platz machen kannst du alleine“-Phase kam die „Ich jaule mal ein bisschen“-Zeit. Ob aus Langeweile oder genereller Unzufriedenheit mit der Situation, jaulen hilft immer. Der Mops also am fiepen und meckern, ich am zurechtweisen. In dem Moment habe ich kurz verstanden, warum manche Chefs eher keinen Hund im Büro haben wollen. Aber da mussten wir beide durch – der Arbeitstag hatte immerhin noch einige Stunden.

Gegen das Jaulen ging es eine Runde vor die Tür und danach mit Kausnack wieder ab ins Körbchen. Nach ungefähr 3-4 Stunden kam der erlösende Moment: Nala hat sich einfach auf eins unserer Sitzkissen gelegt und – oh Wunder – geschlafen! Den ersten Tag haben wir so ganz gut über die Bühne gebracht. Nala war zwar nicht wirklich ausgelastet, aber dennoch müde, immerhin fehlten ihr ein paar Stunden ihres gewohnten Schlafs.

Office-Dog Nala

Der zweite Tag mit mehr Durchblick

An Nalas zweitem Arbeitstag lief alles schon deutlich entspannter. Nala musste zwar wieder alle begrüßen, aber das entspricht schließlich auch der höflichen Erziehung. ;D Danach ist sie brav mit in mein Büro getapst und hat es sich auf ihrer Decke bequem gemacht. Gelegentlich ist sie auf Erkundungstour in die anderen Räume gegangen, größtenteils lag sie aber dort wo sie hingehört, hat gedöst oder sogar geschlafen. Zwischendurch gab was zu Kauen und Streicheleinheiten von den Kollegen. Diesen habe ich zuvor die Anweisung gegeben, Nala einfach zu ignorieren, damit sie ruhig bleibt – das hat auch gut geklappt, sodass Nala dieses Mal niemanden versucht hat mit Jaulen zu animieren.

In der Mittagspause haben wir die Zeit genutzt, an einen kleinen See in der Nähe zu fahren. Blöderweise hatten wir nichts zum Spielen mit, aber die längere Tour tat Nala trotzdem gut. In acht Stunden Arbeitszeit hat der Mops natürlich dennoch irgendwann Langeweile. Die hat der Hund zwar auch gelegentlich zu Hause, aber da besteht nicht die Gefahr, dass sie Kollegen und Vorgesetzten auf die Nerven geht und sie von der Arbeit ablenkt. Unsere Lösung an Nalas zweitem Tag war, im Büro ein paar Leckerlies zu verstecken, die sie dann suchen konnte. Über die Leckerlies, die sie nicht gefunden hat, freut sich der zweite Bürohund dann.

Für Nalas nächsten Office-Ausflug packen wir vielleicht mal ihren Schnüffelteppich ein. Das passende „Opfer“ für eine kleine Spieleinheit hat Nala dann aber doch noch gefunden. Ihr Bürohund-Kollege hat nämlich einen kleinen Teddy in seiner Box. Den hat sich Nala kurzerhand geklaut und direkt mal in ihrem Wassernapf ertränkt. So ist das halt unter Kollegen.

Was wir bisher auf Nalas Office-Leben gelernt haben:

  1. Einen bekannten, festen Ruheplatz schaffen – beispielsweise ein Körbchen von Zuhause mitnehmen
  2. Die Kollegen bitten, den Hund auch mal zu ignorieren, damit er zur Ruhe kommt
  3. Eine schöne Route für die Mittagspause suchen
  4. Den Hund auf diesem Spaziergang bestenfalls mit einem Spielzeug auspowern – und dafür ein Spielzeug mitnehmen…
  5. Für akute Langeweile zwischendurch was zum Spielen parat haben. Immer Kausnacks geben ist schließlich auch nicht die Lösung. Unser ToDo: Ein Spielzeug finden, das nicht so schnell kaputt geht, das keinen Lärm macht und womit im Büro nicht zerstört werden kann. Das wird noch eine Herausforderung ;D

Office-Dog Nala

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