Bürohund
Leben mit Hund

Hunde im Büro – Unsere Tipps & Tricks

Durch unseren Umzug hat sich einiges in unserem Alltag geändert. Unter anderem begleitet mich jetzt nicht nur Lotte regelmäßig ins Büro, sondern gleich beide Hunde. Eine Situation, an die ich mich ehrlich gesagt erstmal gewöhnen musste. Denn so toll ein Hund im Büro auch ist, er birgt auch Ablenkungspotenzial – und zwei Hunde verdoppeln das ganz schnell. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team – dank ein paar klarer Regeln.

Bürohunde in Teilzeit

Vor unserem Umzug haben uns Pias Eltern unterstützt und sind oft morgens oder mittags eine kurze Runde mit Nala gegangen. Jetzt wohnen wir allerdings ein ganzes Stück von den beiden entfernt – dafür aber deutlich näher an meiner Arbeit (ich laufe nur 15 Minuten). Damit die Hunde während Pias Schichten und meiner Arbeitszeit nicht so lange alleine bleiben müssen, haben wir entschieden, dass beide mit mir mitkommen.

Etwas, was mir und den Hunden den gemeinsamen Arbeitsalltag leichter macht, ist, dass sie eigentlich nie ganze Tage im Büro sind. Durch Pias Schichtdienst gibt es drei mögliche Szenarien:

  1. Pia hat Frühdienst, dann kommen die Hunde bis zwei/halb 3 mit ins Büro
  2. Pia hat Spätdienst, dann bringt Pia mir die Hunde mittags vor der Arbeit vorbei
  3. Pia hat Nachtschicht oder frei, entweder begleitet mich kein Hund oder ich nehme einen von beiden mit, damit Pia (vor allem beim Nachtdienst) länger schlafen kann

Für die beiden Vierbeiner ist es wirklich perfekt, dass sie nie meine 8-9 Stunden mitmachen müssen. Denn irgendwann ist es beiden dann doch echt genug. Ich wünschte, meine Tage wären auch immer so kurz, wie die der Hunde. 😀

Allen Ansprüchen gerecht werden…

Nala und Lotte sind ziemlich unterschiedlich. Nicht nur in unserem alltäglichen Leben, sondern natürlich auch im Büro.

Der motivierte Helfer

Nala liebt Menschen, egal wen. Es gibt eigentlich niemanden, den Nala nicht mag. Das gilt auch für meine Kollegen und meinen Chef. Zusätzlich will Nala immer bei allem dabei sein und bloß nichts verpassen. Daher musste sie erstmal lernen, dass nicht jedes Mal etwas Spannendes passiert, wenn einer der Kollegen durch den Flur läuft.

Mittlerweile bleibt sie meistens entspannt auf ihrem Platz, wenn jemand Kaffee kocht oder auf Toilette geht. Aber die Kollegin, die mit mir in einem Büro sitzt, liebt Nala abgöttisch – vor allem, seit sie ihren Käse mit Nala geteilt hat. Wenn sie plötzlich lacht oder aufsteht, springt Nala motiviert von ihrem Sessel und macht sich auf den Weg zum anderen Schreibtisch. Das ein oder andere Mal ist diesem Elan bereits mein Mülleimer zum Opfer gefallen. 😀

Trotz aller Motivation wollte Nala irgendwie noch nie eine der vielen Aufgaben erledigen, die wir ihr bereits angeboten haben.

Der faule Sesselpupser

Lottes Arbeitsmotivation hingegen geht gegen Null. 😀 Sie liegt eigentlich die meiste Zeit entspannt in ihrer Ecke und döst vor sich hin. Für Lacher sorgt Lotte mit ihren wilden, lautstarken Träumen, die man sogar bei gemeinsamen Teammeetings am Küchentisch hört. Während Nala sich über jeden, der das Büro betritt, freut, hat Lotte eine lange Zeit angefangen zu bellen – vor allem bei tiefen Männerstimmen. Das konnte ich ihr aber glücklicherweise abgewöhnen.

Lottes liebste Aufgabe ist die Pausenwache – auch wenn sie die mittlerweile nicht mehr ausführen darf. Gegenüber von unserem Büro liegt ein Schulhof, den man durch unsere bodentiefen Fenster perfekt beobachten kann. Am liebsten würde Lotte den ganzen Tag vor dem Fenster liegen, die Kinder beobachten und sie zurecht bellen, wenn sie zu wild werden. Aber komischerweise hat Lotte mittlerweile Fensterverbot. 😀

Hunde im Büro

Unsere goldenen Regeln

  • Vorm Büro wird ausgelastet: Nala und Lotte kommen nie unausgelastet ins Büro. Wenn Pia Frühdienst hat, gehe ich mit den Hunden eine große Runde spazieren. Je nachdem, wie ich so aus dem Bett komme, sind es vierzig Minuten bis eine Stunde. Wenn Pia Spätdienst hat, übernimmt sie den großen Spaziergang. So sind die Hunde ausgepowert und können im Büro entspannt schlafen.
  • Begrüßung muss sein: Wenn ich mit Nala und Lotte ins Büro komme, dürfen beide erstmal den Kollegen Hallo sagen. Wir haben nur drei Büroräume und es sind maximal 6 weitere Kollegen da, von daher ist das gar kein Problem. Nachdem alle einmal begrüßt wurden, geht’s an den Platz.
  • Feste Plätze: Tatsächlich das Allerwichtigste für unseren Büroalltag. Sowohl Nala als auch Lotte haben ihren festen Platz, an dem sie genau wissen, dass dort entspannt werden soll. Bei Nala ist es ein ausrangierter Stuhl, Lotte liegt auf einer Decke neben mir am Schreibtisch. Beide kennen ihre Plätze ganz genau und legen sich eigentlich automatisch dort ab. Lotte ist generell die, die sich schneller entspannen kann. Das macht sich auch im Büro bemerkbar. Während Lotte schon vor sich hindöst, braucht Nala immer ein bisschen, um im Büro zur Ruhe zu kommen.
  • Leinenpflicht: Vor allem Lotte, aber auch Nala größtenteils, sind mit lockerer Leine an meinem Schreibtisch festgemacht. Beide haben an der relativ langen Leine genug Spielraum, um sich bequem hinlegen und auch (in einem eingegrenzten Radius) bewegen zu können. Bei Lotte ist die Leine vor allem wichtig, da sie eine Meisterin darin ist, sich wie eine Katze wegzuschleichen (immer hin zum Fenster). Nala hingegen nutzt jede Gelegenheit, bei Lotte auf Futtersuche zu gehen oder das Büro zu erkunden, wenn ich meinen Platz verlasse. Am allerliebsten springt sie aber auf meinen Stuhl, sobald der leer ist.
  • Pausen, bevor die Langeweile kommt: Beide Vierbeiner quält gelegentlich die Langeweile im Büro. Dann geht es entweder kurz raus an die frische Luft – Pipipause muss immerhin auch sein. 😉 Oder aber es wird kurz getrickst, um den Kopf ein bisschen auszulasten. Vor allem an den Tricks haben auch die Kollegen immer Spaß, sodass wir alle eine kurze Arbeitspause einlegen können, um dann neu durchzustarten.
  • Kausnack nicht vergessen: Immer wichtig ist eine gut gefüllte Snack-Schublade. 😀 Ich hab immer ein paar Kausnacks von Fresco mit im Büro, über die Nala und Lotte sich natürlich immer freuen.

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