Leben mit zwei Hunden
Aus dem Leben

Leben mit zwei Hunden – Warum nehmt ihr denn nicht beide mit?

Seitdem wir uns für ein Leben mit zwei Hunden entschieden haben, hat sich natürlich in unserem Alltag einiges geändert. Es beginnt damit, dass wir nun logischerweise meistens zu viert unterwegs sind. Manchmal nehmen wir aber auch nur einen Hund mit – und werden dann oft gefragt, warum denn nicht beide mit „dürfen“.

Eine Frage des Typs

Die Entscheidung, manchmal nur einen Hund mitzunehmen, fällt zu jeder Zeit ganz bewusst. Und dabei ist es nie der Fall, dass uns der zweite Hund in irgendeiner Art und Weise behindern oder aufhalten würde. Es gibt einfach bestimmte Aktivitäten, die dem einen Hund mehr „Spaß“ machen oder die er besser mitmacht, als der andere. Gleichzeitig gibt es aber auch Situationen, die wir bewusst mit einem der Hunde trainieren wollen, weil er eben nicht so sicher ist.

Generell sind Nala und Lotte grundlegend verschieden. Nala liebt Menschen, ist immer am allerliebsten bei Pia und mir, bleibt weniger gern allein als Lotte, kommt aber auch schlechter zur Ruhe. Lotte hingegen ist relativ eigenständig und konnte von Anfang an sehr gut alleine bleiben. Sie kommt sowohl in ihrer Box als auch in ungewohnter Umgebung gut zur Ruhe. Allerdings ist Lotte kein Fan von Menschenansammlungen, denen sie nicht ausweichen kann. Die machen ihr eher Angst. Auch von lautem Trubel, vor allem wenn sie müde ist, ist Lotte nicht begeistert.

Pia und Lotte

Bindung stärken

Unseren Städtetrip nach Berlin in diesem Jahr haben wir ganz bewusst nur mit Lotte erlebt. Wir haben das große Glück, dass sowohl Nala als auch Lotte sich bei Pias Familie absolut wohlfühlen. Nala ist es außerdem gewohnt, dort auch mal zu übernachten. Daher haben wir Nala über die Zeit bei Pias Eltern gelassen. So hatten wir Zeit, mit Lotte einen Großstadtbesuch zu wagen. Denn Lotte ist absolut kein Fan von Stadtbesuchen, aber die gehören nun mal auch manchmal dazu. Natürlich sind wir in Berlin nicht durch die vollsten Gegenden gelaufen, sondern bewusst dort, wo es weniger voll ist. In Berlin konnten wir unsere Bindung zu Lotte noch mal stärken, auch, weil wir uns nur auf sie konzentrieren konnten. Wir konnten ihr ein bisschen die Angst nehmen und ihr auch zeigen, dass wir an ihrer Seite sind.

Individuelle Auslastung

Auch wenn Nala mittlerweile weniger Bewegung braucht als noch vor einem Jahr, liebt sie es, sich mit uns auszupowern. Lotte ist natürlich noch viel zu jung, um ein Profi bei Joggen, Fahrrad fahren und Co. zu sein. Nala hingegen ist der perfekte Sportkumpane. Daher darf Nala uns oft begleiten, wenn es raus geht zum Inliner oder Fahrrad fahren. Lotte bleibt in der Zeit meistens zuhause. Zwar haben wir auch angefangen, sie langsam an die Bewegung zu gewöhnen, aber eben erstmal nur auf kurzen Strecken. Und Nala freut sich schließlich auch, wenn sie mit uns Zeit alleine verbringen darf.

Auch wenn Nala uns gerne mal ein paar Kilometer sportlich begleitet, braucht sie generell aktuell weniger regelmäßiges Auspowern. Wenn Pia Frühdienst hat, begleiten mich meist beide Hunde bis Mittags ins Büro. Aktuell bleibt Nala auch öfter mal den ganzen Arbeitstag bei mir, während Lotte nach Pias Schicht von ihr abgeholt wird. So kann Pia ganz entspannt eine große Runde mit Lotte drehen.

Ruhe finden & Trubel ignorieren

Manchmal entscheiden wir auch danach, wie es für uns und die Hunde am entspanntesten ist. Wenn es für uns beispielsweise ins Restaurant geht, wissen wir, dass Nala dort nicht zur Ruhe kommen wird. Wenn wir draußen sitzen, genug Platz haben und eine Decke mitbringen, dann geht es noch. Aber wenn wir drinnen sitzen, wo es enger ist und ständig Leute um uns herumwuseln, dann muss Nala immer alles beobachten und muss schon richtig richtig müde sein, damit sie sich ablegt.

Lotte ist da ganz anders. Die braucht meistens nur ein paar Minuten und sie legt sich ab. Und selbst wenn die Leute quasi über sie drüber steigen, stört sie das kaum. Daher gönnen wir Nala auch manchmal eine Pause auf dem Sofa, während Lotte mitkommt. 🙂

Leben mit zwei Hunden – Manchmal muss es nur einer sein…

Von daher – Zweithund heißt nicht immer, dass man jederzeit mit zwei Hunden unterwegs sein muss. Beide Hunde genießen auch gerne mal unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Ganz davon abgesehen, dass man selbst sich natürlich auch ganz anders auf den Hund konzentrieren kann. So ist Zeit mit einem Hund immer perfekt, um beispielsweise zu trainieren oder eben gezielt an ungewohnten Situationen zu arbeiten. Deswegen bauen wir auch – so weit es zeitlich passt – immer wieder Spaziergänge oder Ausflüge mit nur einem Hund in unseren Alltag ein. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.